Glossar

Calcitonin

Calcitonin ist ein körpereigenes Hormon, welches in den sogenannten C-Zellen der Schilddrüse produziert wird. Neben dem Parathormon zählt auch das Calcitonin zu den wichtigen Regulatoren des Knochenstoffwechsels.

Parathormon wird in den Nebenschilddrüsen gebildet und vor allem dann von diesen ausgeschüttet, wenn dem Körper ein Calciummangel droht. Das Parathormon bewirkt dann eine vermehrte Calciumfreisetzung aus dem Knochen, um den Calciummangel auszugleichen. Der dadurch erhöhte Knochenabbau ist die Hauptursache der sog. Altersosteoporose (sekundärer Hyperparathyreoidismus).

Calcitonin wirkt als eine Art Gegenspieler zum Parathormon und bremst wie Bisphosphonate und SERM's die Osteoklasten, wobei sich der Wirkmechanismus des Calcitonins wiederum sowohl von dem der Bisphosphonate als auch von dem der SERM's unterscheidet. Da Calcitonin eine körpereigene Substanz darstellt, ist der Wirkmechanismus ebenfalls ein physiologischer (natürlicher).

Neben der Wirkung auf den Knochenstoffwechsel verfügt Calcitonin zusätzlich über eine sehr gute schmerzlindernde (analgetische) Wirkung und zwar ganz besonders bei Schmerzen, die nach akuten Knochenbrüchen und vor allem nach frischen Wirbelbrüchen auftreten. Der schmerzstillende Effekt wird sowohl über zentralnervöse als auch periphere Mechanismen vermittelt. Lachscalcitonin soll dabei eine 40-50-fach stärkere Wirksamkeit aufweisen als das körpereigene Hormon. Da Calcitonin im Magen zerstört wird, kann es nicht in Tablettenform verabreicht werden, sondern nur als Spritze oder als Nasenspray.


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