19.09.2005

Bonviva®

Die weltweit erste Monatstablette gegen Osteoporose ist zugelassen.

 

Grenzach-Wyhlen, München, 19. September 2005. Heute hat die europäische Zulassungsbehörde EMEA die europäische Zulassung für ein neues Osteoporosemedikament zur Behandlung von Frauen mit Osteoporose erteilt. Dabei handelt es sich um ein Bisphosphonat, das nur einmal im Monat geschluckt werden muss. Es verhindert sehr wirkungsvoll Knochenbrüche und erhöht die Knochendichte. Die besonders hohe Wirkstärke macht dadurch die einmal monatliche Gabe in einer Tablette normaler Größe möglich. Der Wirkstoff wird sehr rasch aus dem Blut in den Knochen aufgenommen, dort bleibt er langfristig gebunden und hemmt den Knochenabbau. Von der nur einmal im Monat notwendigen Einnahme versprechen sich Osteoporose-Experten eine bessere Therapietreue der Patientinnen.

Alle drei Minuten eine Wirbelkörperfraktur
In Europa leidet etwa jede dritte Frau über 50 Jahre an Osteoporose; in Deutschland sind es rund 6,5 Millionen. Etwa alle drei Minuten erleidet eine Frau in Deutschland eine Wirbelkörperfraktur. Bisphosphonate halten den zunehmenden Knochenschwund in der Postmenopause auf und verhindern so Frakturen. Ein wesentliches Element für den Erfolg der Therapie ist die Therapietreue der Patientinnen. Verordnungsdaten aus Deutschland zeigen, dass Bisphosphonate, die täglich eingenommen werden müssen, nach einem Jahr von über 70 Prozent der Patientinnen nicht mehr eingenommen werden. Bei Patientinnen, die ein wöchentlich einzunehmendes Bisphosphonat verordnet bekommen, sind es dagegen weniger als 50 Prozent.

Dank Monatstablette bessere Therapietreue?
Vergrößert man das Einnahmeintervall noch weiter – etwa auf einen Monat – kann dies die Compliance entscheidend verbessern, davon sind Osteoporose-Experten wie Prof. Dr. Felsenberg, Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Berlin, überzeugt. Denn die Einnahmevorschriften für die Bisphosphonate sind streng: Die Tabletten müssen morgens nüchtern mit einem Glas Leitungswasser genommen werden. Danach sollte man 30 bis 60 Minuten in aufrechter Körperhaltung bleiben, erst anschließend darf gefrühstückt werden. Das neue Medikament bietet nun die Möglichkeit, diese Regel nur noch einmal im Monat befolgen zu müssen.

Wirksamer Knochenschutz in Studien bestätigt
In umfangreichen klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass der neue Wirkstoff das Risiko für neue Frakturen wirkungsvoll reduziert und dabei sehr gut verträglich ist.

Bisphosphonate
Bisphosphonate sind nicht-hormonelle Substanzen, die zur Vorbeugung und Therapie von Osteoporose eingesetzt werden. Sie hemmen den Knochenabbau und senken das Risiko, Frakturen zu erleiden.

Die Roche-/ GSK-Zusammenarbeit
Seit Dezember 2001 arbeiten Roche und GlaxoSmithKline (GSK) gemeinsam an der Entwicklung des monatlich einzunehmenden Osteoporosemedikamentes für die Behandlung der postmenopausalen Osteoporose. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen garantiert doppelte Expertise und doppeltes Engagement, um die neue Osteoporose-Therapie so schnell wie möglich Ärzten und ihren Patientinnen zur Verfügung stellen zu können.

Source: Pressemeldung Roche

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