12.03.2010

Rote-Hand-Brief:

Nierenversagen durch Zoledronsäure (Aclasta®)

 

Schon die erstmalige intravenöse Gabe des Osteoporosemittels Zoledronsäure kann zu Nierenfunktionsstörungen bis hin zu Nierenversagen führen. Davor warnt Aclasta®-Hersteller Novartis in einem Rote-Hand-Brief. Selten wirkte sich die Nebenwirkung bislang tödlich aus oder führte zur Dialysepflicht. Besonders gefährdet seien Patienten mit vorbestehender renaler Dysfunktion oder anderen Risiken. Dazu zählen ein fortgeschrittenes Alter, die gleichzeitige Anwendung von nephrotoxischen Arzneimitteln wie NSAR, die gleichzeitige diuretische Therapie sowie ein Flüssigkeitsmangel, der nach der Aclasta-Verabreichung auftrat. Ein neuer Sicherheitshinweis besagt, dass Aclasta bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance unter 35 ml/min nicht mehr angewendet werden darf. Die Nierenfunktion sollte bei jedem Patienten vor der erstmaligen intravenösen Anwendung von Zoledronsäure bestimmt werden. Bei Risikopatienten sollte die Serum-Kreatinin-Konzentration überwacht werden. Bei allen Patienten ist auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung zu achten.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung online

www.akdae.de

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